Der Zombiepriester kam über die Stadt, und mit ihm seine Armee der Untoten. Er übernahm Stadtteil um Stadttiel – bis er auf den Goon traf. Denn der Goon ist jemand, den man nicht so einfach umnieten und in einen Zombie verwandeln kann. Mit einem Hass auf alles Untote, seinem jähzornigen Kumpel Frankie und einem Gesicht, das nicht mal eine Mutter lieben könnte, macht sich der Goon auf, dem Zombiepriester zu zeigen wo der Hammer hängt … denn irgendjemand muss das ja machen.
Vampirzähne sind in aller Munde – um mit einem schlechten Wortspiel einzusteigen. Die attraktiven Blutsauger und Blutsaugerinnen verführen junge Mädchen an der Highschool, machen die Großstadt unsicher, wie ihre sterblichen Pendants in „Sex in the City“ und gelegentlich geben sie Interviews (aber das ist schon ein paar Jahre her). In „Bite Club“, dem Panini-Beitrag zum Vampir-Hype, beherrscht ein Spitzzahn-Clan die Unterwelt Miamis, gegen den Marlon Brandos „Pate“ wie ein Chorknabe aussieht.
Mit der Kompilation „Fabeln und Reflexionen“ legt Neil Gaiman nach „Traumland“ die zweite „Sandman“-Kurzgeschichten-Anthologie vor. Noch deutlicher als im Vorgänger verknüpft er dieses Mal die „Sandman“-Varianten bekannter mythologischer, literarischer und historischer Szenarien mit den Konflikten der Haupthandlung. Dabei greifen Gaiman und die talentierten Illustratoren auf eine Vielfalt von stilistischen Einflüssen zurück, die in der Comic-Literatur nach wie vor ihresgleichen sucht.
Drei wichtige Ereignisse prägten das literarische Expanded Universe Mitte der 1990er: Timothy Zahns „Erben des Imperium“-Romantrilogie, die „Dark Empire“-Comics und schließlich die 4000 Jahre in der Vergangenheit angesiedelten Geschichten um die Jedi und Sith der alten Zeit. Ursprünglich bei Carlsen respektive Feest Comics auf Deutsch erschienen und dort längst vergriffen, erleben diese klassischen „Tales of the Jedi“ (so der englische Reihentitel) nun eine Neuauflage in der „Essentials“-Reihe bei Panini Comics.
Nachdem Drizzt und seine Freunde nicht nur daran beteiligt waren, die Zwergenherrschaft in Mithril-Halle zu festigen, sondern auch nach abenteuerlichen Reisen in den Süden wieder in bester Gesundheit vereinigt sind, stehen nun die Hochzeitsfeierlichkeiten für den Barbaren Wulfgar und Catti-brie, die Adoptivtochter des Zwergenkönigs an. Salvatore sei Dank wird die Sage aber durch eine bisher unbekannte Bedrohung aus dem Unterreich davor bewahrt, ins Seifenoper-Genre abzudriften.
Der mehrfache Preisträger des Eisner Awards Darwyn Cooke hat Will Eisners legendäre Figur des maskierten Gesetzeshüters The Spirit neu belebt und modernisiert. Mit bekannten Weggefährten und neuen Gegnern gibt es für den Helden einiges zu tun. Auch im zweiten Sammelband von Panini Comics, in dem einige Handlungsstränge aus dem ersten Band weiter- und zu Ende erzählt werden.
Von allen Konzepten des transmedialen Erzählens zählt „Star Wars“ neben „Star Trek“ zu den avanciertesten. Die Romane, Videospiele und Comics ergänzen sich nicht nur, sie haben auch eine Eigenständigkeit herausgebildet, die sich näher an den weitläufigen Comic-Universen der Verlage DC und Marvel, als an einem filmbegleitenden Merchandising-Produkt befindet. Mit dem zweiteiligen „Vector“ realisiert Dark Horse nun ein Event, das sich Batman, Spider-Man und Co. in regelmäßigen Abständen gönnen. In einem die Jahrhunderte umspannenden Crossover sorgt die Auseinandersetzung um einen gefährlichen Sith-Talisman für ein Treffen der „Star Wars“-Generationen.
Der Dritte und wohl vorerst leider auch letzte Band der „Aliens“-Schwarz-Weiß-Reihe von Cross Cult enthält mit „Mondo Pest“, „Mondo Heat“ und „Das Nest“ drei neue Geschichten aus dem düsteren Zukunftsuniversum der außerirdischen Schlabbermonster. Erneut wurden dabei vor allem solche Geschichten ausgesucht, bei denen die düstere Schwarz-Weiß-Aufmachung durchaus als Vorteil angesehen werden kann.
Wenn jede Generation die Superhelden bekommt, die sie verdient, dann tut es mir Leid um unsere heutige Welt. Denn die von den Ausnahmekünstlern Frank Miller („Sin City“) und Jim Lee („Batman: Hush“) entwickelte Neu-Interpretation der Geschichte des Dunklen Ritters Batman präsentiert eine Wirklichkeit, in der nicht nur die Schurken brutale Psychopathen sind, sondern auch die selbsternannten Streiter für Recht und Ordnung. Vorhang auf für eine Welt ohne Regeln – willkommen bei „All Star Batman & Robin, The Boy Wonder“.